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(Foto: Walter Geiring)

 
TT-Vorfälle in Saiga Hans oder "Der Gott des Gemetzels"
Werter TT Präsident !                                    27.01.2012
Lieber Walter !

Diese Woche ist nahezu unglaubliches im Spitzensportbereich unseres Vereins vorgefallen und ich möchte Dir vertrauensvoll darüber berichten.


Die Mannschaften F und H haben am Donnerstag gegen 2 Mannschaften eines sympathischen Waldvolkes, den St. Johannern, in deren Hochburg, jeweils Meisterschaftsspiele ausgetragen.


Wir, das Team F, angeführt von Fritz, haben wie von dir erwartet und geschult, innerhalb einer Stunde, den Gegner von Jung bis Alt 9:0 niedergemetzelt und haben diese im Anschluss aus rein sozialen Gesichtspunkten in ihr Lazarett (Metzgerwirt) begleitet um Sie mit naturtrüben Gerstensaft zu laben. Es wurde ihnen unsererseits  nicht nur psychologischen Sofortbeistand gewährt, sondern auch der eine und andere wertvolle Ratschlag über meisterliche Tischtennistechnik jovial und großzügig erteilt.


Bis zu diesem Zeitpunkt war nichts weiter auffällig. Als wir den Spielsalon verließen war die 2. Braunauer Mannschaft H angeführt von Joe mit 2:3 im Rückstand, eine nicht ungewöhnliche Situation. Uns ist  im Vorfeld zu Ohren gekommen dass der Anführer des Teams H,  Mag. Joe S. bei der Metzgerwirtin vorab (mit Vorsatz) ein großes Stück Schwein zum nächtlichen Verzehr geordert habe !


Nun beginnt dass fast Unglaubliche:

Die Braunauer Mannschaft H und ihre Gegner blieben stundenlang verschollen. Als Sie endlich eintrafen konnten Sie über einen Sieg, 9:6 berichten. Zu diesem Sieg hat offensichtlich Mag. J. S. wieder eine auffällige Rolle gespielte. Scheinbar konnte er ausnahmsweise durch Zauberei oder dergleichen den Ball so lange in der Luft halten, bis die Gegner der Mut verlies. Somit spielte der Rädelsführer des Teams H ein hervorragendes 4:0 Ergebnis. Gratulation auch an das H Team !

Nun beginnt aber die eigentliche Eskalation: Diese vermeintlichen Tischtennis Leistungssportler haben um die Geisterstunde herum, ein großes Stück Schwein, aufgeteilt in zwei große Behälter mit allem möglichen Zubehör dazu, so wie  auch die jeweils passende Getränkeart und Mengen, vertilgt.

Gott sei Dank waren keine von dir so gut betreuten Jugendlichen bei diesem mitternächtlichen Gelage.
Ich kann Dir versichern dass wir von der F Mannschaft nur mitgegessen und mitgetrunken haben um nicht auffällig zu sein und dir über das Verhalten der H Mannschaft  besser berichten zu können.

Man könnte meinen dass es sich hier (H) um gesellschaftliche Randgruppen wie von Sarrazin  beschrieben handelt. Aber beileibe nicht, es handelt sich um hochgradige Persönlichkeiten wie den

Akademiker Mag. J. S. weiters einen erfolgreichen Mercedes E Klasse Fahrer, einem pensionierten Beamten und ehemaligen Postautochef, einem weiteren pensionierten Beamten ehemaliger Postchef welcher heute noch als Konsulent in hochrangiger Funktion tätig ist!

Als Beweis ein Foto (Anhang), siehe wie sorgenvoll und nachdenklich 75% der F Mannschaft eingeschlossen unseres Leader Fritz sind. Nur ein bedauernswertes Mitglied unserer F ist leider der Verführungen zu mitternächtlicher Stunde erlegen. Wir entschuldigen Ihn als unseren Ältesten. Bitte auch den besagten Leader der H Mag. J. S betrachten, weiters seinen Teammitgliedern H welche sich ausschließlich ihren leiblichen Genüssen widmen.


Lieber Walter

Ich hoffe du übst Nachsicht !!!!!!
liebe Gruesse Erwin

2012jaennertt012  
 
Werter Präsident! Lieber Kummeronkel! Teurer Walter!                 27.01.2012

Nun ist es also so weit. Die Vernaderungen, die im Spitzensport um sich greifen, haben nun auch unser bescheidenes Niveau erreicht. Eigentlich hätten ich und meine Mannen geglaubt, davor gefeit zu sein, aber weit gefehlt. Wie auch Marcel Hirscher schon im Interview bemerkte, schmerzt es umso mehr, wenn die Vorwürfe aus einem Lager kommen, das wir eigentlich als Vorbild, ja gerade zu als Idol gesehen hätten. Wer auf diesem Tischtennisniveau schafft es sonst, einen Schläger mit zwei Belägen  zu beherrschen, den andere wahrscheinlich schon längst verbrannt hätten. Und dann dieses Vernaderungsemail. Im Fall Hirscher eine SMS, bei uns ein Mail. Anfangs dachte ich noch es würde sich um einen Irrtum handeln, da dem Verfasser gar nicht aufgefallen war, dass nicht die G sondern die H gespielt hat. Vom Können mögen die beiden Mannschaften ja etwa gleich stark sein, vom Alter dürfte aber ein leichter Unterschied vorhanden sein. ( G: Schnitt 17, H: Schnitt: 70).

Lieber Herr Präsident! Wie im Schreiben vermerkt, hättest Du den Auftrag erteilt, den Gegner niederzumetzeln, Ich entschuldige mich hiermit höflichst, dieses Email nicht gelesen zu haben. Aber Gott des Gemetzels, der Du bist, meine Mannen werden sich selbstverständlich in Zukunft daran halten. Falls wir um eine Suspendierung, bzw. einer hitzgingerschließungsbedingten Sperre umhinkommen sollten.

Was nun die eigentlichen Anschuldigungen betrifft, kann ich zu unserer Rechtfertigung nicht viel beitragen. Im Gegensatz zur F kamen wir ohne kriegerische Einstellung zum Waldvolk, sondern mit der Absicht ein freundschaftlich geführtes Match zu liefern, das dann einen glücklichen Sieger ergeben würde. "Schwein gehabt" und das sollte auch dann anschließend so sein. Wir sahen es auch nicht als unsere Aufgabe, den Gegnern im Nachhinein jovial zu vermitteln, wie sie uns hätten schlagen können, sondern lieferten den Wäldlern einen harten aber fairen Kampf auf Augenhöhe. Dass auch hier bereits Schwein im Spiel war, zeigt z.B. dass ich als titulierter Rädelsführer gegen Hannes aus dem Wald im Entscheidungssatz 7: 10 zurücklag und nur mit Hoffnung auf ein Schwein die Partie zu unseren Gunsten entscheiden konnte.


Auf Grund der Ausgeglichenheit beider Mannschaften kamen wir leider erst gegen 11 Uhr ins Gasthaus, zu einem Zeitpunkt, da die 9:0 Gemetzler bereits ausgiebig Zeit gehabt hatten, alkoholischen Gelüsten zu folgen. Das Schwein war zwar bereits geschlachtet, durfte aber ohne uns Schweinbestellern natürlich nicht beschnitten werden. Vielleicht entstand dadurch eine gewisse Unlust, die sich zwar nicht auf You tube aber doch in einem Email mit Anhang breit machte. Das Foto ist zwar nicht sehr aussagekräftig, zeigt aber doch, dass es sich um ein kulinarisches Großereignis handelte. Möglicherweise wäre das Foto auch etwas weniger verschwommen gewesen, hätten wir der F nicht solange Zeit zum Trinken gegeben. Ich hoffe, dass der Teil der F, der mitessen durfte und auch wollte, auch anschließend einen ausgiebigen Schlaf finden konnte. Wir sind ja nicht mehr die Jüngsten (Schnitt: 70), während die F gerade mal einen pubertierenden Schnitt von 64 aufweist (Darf man in diesem Alter vielleicht noch nicht alles essen?).

Lieber Herr Präsident! Damit will ich es belassen und entschuldige mich in aller Form in Zeiten wie diesen, die am 11.11.11Uhr 11 beginnen und mit Aschermittwoch aufhören für unser gebührenfreies, Verzeihung, ungebührliches Verhalten. Bitte vernadere uns nicht bei den von dir so gut betreuten Jugendlichen. Kehre den Vorfall unter den von mir barfuß betretenen Teppich. Und danke, dass du auch mir, als Rädelsführer der Altersheimmannschaft, wertvolle Tipps gibst. So ist es uns z.B. gelungen abwechselnd 4:0 zu spielen. Rudi gegen Schalchen, Sepp gegen Ostermiething, Hermann gegen Moosdorf, Joe gegen Saigerhans. Etwas wovon andere nur träumen können.

In diesem Sinne und mit der Hoffnung auf Nachsicht

Joe

P.S.: Gott erhalte uns unseren Humor



 
Wir gratulieren zu Jubiläumssiegen:
  • Wührer Hermann 200. Sieg am 10.11.2011 gegen Feichtinger Gerhard (Hochburg/Ach)
  • Minihofer Fritz 300. Sieg am 10.11.2011 gegen Wintersteiger Roman (Schärding)
  • Damoser Norbert 800. Sieg am 21.10.2011 gegen Schneeberger Mario (Lenzing)
  • Schwaiger Josef 700. Sieg am 8.4.2011 gegen Penninger Hannes (St. Johann)
  • Seidl Albert 200. Sieg am 22.3.2011 gegen Knoll Hubert (Hochburg-Ach)
  • Schmid Karin 400. Sieg am 18.3.2011 gegen Soru Christian (Feldkirchen) 
  • Streif Sabine 400. Sieg am 18.3.2011 gegen Webersberger Franz (Feldkirchen)
  • Falkner Klaus 100. Sieg am 10.3.2011 gegen Gottschling Stefan (Schalchen)
  • Nemesch Erwin 100. Sieg am 3.3.2011 gegen Nagy Istvan (Ried)
  • Pröbstl Herbert 1000. Sieg am 11.2.2011 gegen Geier Andreas (Friedburg)
  • Streif Bernhard 100. Sieg am 10.2.2011 gegen Enders Gerhard (Vichtenstein)
  • Doppermann Robert 600. Sieg am 28.1.2011 gegen Hermanuk Daniel (Regau/Vöcklabruck)
weiter …